Mobilität ist Lebensqualität und Teilhabe – besonders im ländlichen Raum. Damit Menschen zur Arbeit, zur Schule, zum Arzt, zu Freunden oder zum Verein kommen, braucht es zuverlässige, flexible, klimafreundliche und bezahlbare Angebote.
Nachhaltige Mobilität heißt für mich: gute Erreichbarkeit für alle, ob mit Bus, Bahn, Rad oder gemeinsam im Auto.
Gerade in ländlichen Regionen ist Mobilität ein entscheidender Standortfaktor und garantiert Lebensqualität. Nur wenn wir gut angebunden sind, bleibt unsere Region für Familien, Unternehmen und alle, die hier leben und arbeiten attraktiv.
Baden-Württemberg als Vorreiterrolle
Baden-Württemberg nimmt bei der nachhaltigen Mobilität eine Vorreiterrolle ein. Mit dem neuen Mobilitätsgesetz, das im Frühjahr 2025 verabschiedet wurde, setzt das Land bundesweit Maßstäbe.
Baden-Württemberg schafft einen verbindlichen Rahmen für klimafreundliche Mobilität. Kommunen erhalten neue Instrumente, um klimafreundliche Verkehrsangebote auszubauen – etwa über den Mobilitätspass, Radverkehrskoordinator:innen und ein landesweites Mobilitätsdaten-System (MobiData BW), das digitale und vernetzte Mobilitätsangebote vor Ort unterstützt.
Zahlreiche Modellprojekte zeigen, wie die Zukunft aussieht: On-Demand-Verkehre, Carsharing-Initiativen und regionale Kooperationen machen Mobilität vor Ort spürbar besser.
Ein Beispiel aus unserer Region ist der Verkehrsverbund Move, der seit 2023 die Menschen in den Landkreisen Rottweil, Tuttlingen und Schwarzwald-Baar verbindet. Ein gemeinsamer Tarifraum, einfache Tickets und abgestimmte Fahrpläne machen Bus- und Bahnfahren einfacher, günstiger und attraktiver. Das ist ein großer Schritt für die Verkehrswende im ländlichen Raum.
Mobilität im ländlichen Raum braucht flexible Lösungen
Im ländlichen Raum ist und bleibt das Auto oft das wichtigste Verkehrsmittel, weil Bus und Bahn nicht überall regelmäßig fahren. Damit Mobilität für alle möglich bleibt, müssen wir neue Wege gehen.
Rufbusse, Bürgerbusse und Shuttle-Dienste, die per App oder Telefon gebucht werden, schaffen auch für kleinere Orte flexible und bedarfsorientierte Verbindungen.
Ebenso wichtig sind sichere Radwege, öffentlich zugängliche Lademöglichkeiten für E-Autos und regionale Lieferdienste.
Ich setze mich im Landtag dafür ein, dass diese Bausteine noch stärker zusammengedacht werden, damit Mobilität klimafreundlich, verlässlich, bezahlbar bleibt und für alle zugänglich ist.
Als Fahrerin eines Elektroautos weiß ich, wie entscheidend eine gute Ladeinfrastruktur ist – deshalb mache ich mich auch für den Ausbau von Ladesäulen im ländlichen Raum stark.
Auch der öffentliche Nahverkehr ist und bleibt zentral. Der Ausbau von Bus- und Bahnverbindungen, die bessere Taktung und die Anbindung an überregionale Verkehrsnetze sind wichtige Grundpfeiler, damit unsere Region eine gute Lebens- und Wirtschaftsgrundlage behält.
Mobilität gemeinsam denken: Teilen statt besitzen
Ob Carsharing, Bikesharing oder Mitfahrangebote: Shared Mobility eröffnet neue Wege, unabhängig und flexibel mobil zu sein – auch ohne eigenes Auto.
Diese gemeinschaftlichen Modelle senken Emissionen und fördern den Zusammenhalt, weil Mobilität gemeinschaftlich organisiert wird. Gerade in Regionen, in denen Bus- und Bahnangebote nicht immer im dichten Takt fahren, eröffnet das Teilen neue Möglichkeiten.
Digitale Buchungssysteme und intelligente Schnittstellen zum ÖPNV sorgen dafür, dass verschiedene Angebote ineinandergreifen. So entsteht eine neue, alltagstaugliche Form von Mobilität, die Ressourcen schont und Wege erleichtert.
Mein Einsatz im Landtag
Als Abgeordnete für den ländlichen Raum und Mitglied im Verkehrsausschuss bin ich regelmäßig im Austausch mit Verkehrsexpertinnen, Verbänden, Wirtschaftsunternehmen, Kommunen und Bürgerinnen.
Mein Ziel ist klar: eine Mobilitätswende, die ökologisch, wirtschaftlich und sozial funktioniert – und die das Leben auf dem Land einfacher und besser macht.
Baden-Württemberg zeigt bereits heute, wie nachhaltige, klimafreundliche und bürgernahe Mobilität gelingen kann – in der Stadt und auf dem Land. Ich will weiter dafür sorgen, dass dieser Weg konsequent fortgeführt wird und die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen im Schwarzwald-Baar-Kreis auch im Landtag eine starke Stimme haben und gehört werden.